GANZKÖRPERKÄLTETHERAPIE

Das Lebensquell Bad Zell verfügt seit 2004 über eine Ganzkörper-Kältetherapiekammer (Crio-Space-Cabine).
Bereits Sebastian Kneipp kannte die therapeutischen Effekte von Kälteanwendungen sehr gut. Die Kältetherapie wirkt aufgrund des kräftigen thermischen Reizes und lindert Schmerzen, hemmt entzündliche Prozesse und das Immunsystem kann durch die Kälteeinwirkung positiv beeinflusst werden. Schmerzhafte Gelenke werden wieder mobiler, die gelenksnahe Muskulatur kann folglich besser aktiviert und das Fortschreiten degenerativer Prozesse verlangsamt werden.

Bei der Ganzkörperkältetherapie handelt es sich um ein Zweikammersystem. Die Vorkammer hat eine Temperatur von minus 60 Grad Celsius.
In ihr verweilt der Gast rund 30 Sekunden. In der Hauptkammer mit minus 110 Grad Celsius verbringen die Gäste maximal weitere 2,5 Minuten. Die Überwachung erfolgt mittels eines audiovisuellen Systems durch eine Diplomkrankenschwester.

Im Anschluss an die GKKT wird je nach Verordnung ein medizinisches Bewegungstraining unter Anleitung unserer Physiotherapeuten durchgeführt.

„JA“ = INDIKATIONEN

– Chronisch entzündliche Gelenkserkrankungen
– Chronisch entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen
– Degenerative Gelenkserkrankungen (Arthrosen)
– Wirbelsäulensyndrome
– Weichteilrheumatische Erkrankungen
– Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen)
– Zustand nach Gelenks- und Wirbelsäulenoperationen
– Psoriasis (Schuppenflechte) und Neurodermitis
– Asthma bronchiale (ausgenommen kälteinduziertes Asthma)
– Gestörte Regulation des Muskeltonus (Spastik)
– Restless legs

„NEIN“ = KONTRAINDIKATIONEN

– PAVK (Grad III-IV) (arterielle Durchblutungsstörungen)
– Instabile Angina pectoris
– Frische Operation im Herzbereich
– Schwere Formen von Rhythmus-Störungen
– Schwere Herzerkrankungen, nicht länger als 6 Monate zurückliegend
– Unbehandelter Bluthochdruck (Einlasskriterium: <160/90)
– Gefühlsstörung (kein Kalt-Warm-Empfinden)
– Morbus Raynaud („Weißfingerkrankheit“)
– Klaustrophobie (Platzangst), Panikattacken
– Diabetes mellitus (wenn Neigung zu Unterzucker)
– Schwangerschaft
– Epilepsie/Schlaganfall/Hirnblutung
– Venenthrombose/Lungenembolie
– Akuter Infekt (Atemwege, Harntrakt)

Bitte beachten Sie:
Vor Eintritt in die Kältekammer gibt es einen ärztlichen Check. Nur wer sich gesund fühlt, darf auch hinein. Der ganze Körper, also Haut und Haare müssen trocken sein, man darf nicht schwitzen oder feuchte Badekleidung tragen. Zwei Stunden vor dem Besuch der Kältekammer sollte man also weder in der Sauna oder im Wasser gewesen sein und auch nicht gesportelt haben. Der Blutdruck wird unmittelbar vor dem Einlass nochmals kontrolliert.
Trotz der Kälte heißt es nicht „warm anziehen“, im Gegenteil, Badekleidung ist angesagt. Zum Schutz empfindlicher Körperstellen trägt man jedoch Haube oder Stirnband, Mundschutz, Handschuhe, dicke Socken und Turnschuhe. Schmuck und vorhandener Hörapparat müssen entfernt werden.